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Im
vorliegenden Heft wird der Versuch gemacht, einen möglichst
vollständigen Überblick über den damaligen Stand der Beierfelder
Firmen im Bereich der Sturmlaternenherstellung zu geben.
Hierbei
sind die nur den Spezialisten interessierenden technischen
Einzelheiten so kurz wie möglich behandelt, die prinzipiellen
Gesichtspunkte aber in den Vordergrund gestellt worden.
In den
vergangenen 8 Jahren wurden durch Dr. Detlef Bunk, Jörg Wekenmann,
Jörg Richter und durch mich, Maik Stieler, zahlreiche Unterlagen
über die Firmen Hermann Nier “Feuerhand-werke” aus Beierfeld
zusammen getragen. Diese bekamen wir aus Bundes-, Staats-, Kreis-,
und Firmenarchiven sowie von Privatpersonen.
Eher
zufällig sind wir auf das Firmenarchiv der Feuerhandwerke
gestoßen. Da diese Firma nach dem 2.Weltkrieg mit den Krausswerken
vereinigt wurde, kam auch das Archiv zur Fa. Krauss und wurde dann
um 1970, wahrscheinlich zur Auswertung der Unterlagen über
Kriegsgefangene im 2. Weltkrieg, ins Staatsarchiv abgegeben. Unter
zur Hilfenahme dieser und anderer Unterlagen ist dieses Heft
entstanden.
In
diesem Heft und in den noch folgenden Heften habe ich eine
chronologische Abhandlung erstellt, die unsere gewonnenen
Erkenntnisse widerspiegeln soll. Durch diese Gliederung wird ein
besserer Überblick jener Zeit vermittelt um den Leser nicht mit
Abschweifungen abzulenken. Da fast alle Beierfelder Firmen in den
Anfangsjahren mehr oder weniger eng mit einander zutun hatten und
auch Kontakte zu überregionalen Firmen bestanden. Wäre es
komplizierter geworden die Firmen im einzeln abzuhandeln.
Die
Abhandlung richtet sich in erster Linie an Sammler von
Petroleumlampen und Sturmlaternen, aber auch an Heimat- und
Wirtschaftsforscher. Es gibt bis heute keine deutschsprachige
Literatur speziell über dieses Thema und in den mir bekannten
englischen Büchern werden deutsche Firmen kaum behandelt. Somit
hat man es sehr schwer, als Sammler Informationen zu bekommen.
Daher
dürfte es jedem Sammler eine große Hilfe sein, um seine Lampen
besser zuordnen zu können und um seine Sammlung weiter auszubauen.
Für Heimat- und Wirtschaftsforscher dürfte besonders Interessant
sein, dass neben den regionalen Gesichtspunkten auch streng
vertrauliche und geheime Unterlagen aus Politik und Wirtschaft
veröffentlicht werden. Diese Schriftstücke werden ihr Sichtweise
zur Geschichte wesentlich verändern, da die politischen
Einmischungen und Absprachen der Firmen untereinander auch auf
anderen Gebieten vergleichbar waren und wohl auch noch heute sind.
Begonnen
wird mit einer kurzen Einleitung in die Geschichte der
Beleuchtung, um eine gewisse Grundlage zu schaffen, die beim Lesen
nützlich sein dürfte. Diese Geschichte führt uns von der offenen
Flamme bis zur Sturmlaterne.
Da mir
über die Anfangsjahre der Beierfelder Industrie kaum Unterlagen
vorlagen und eigentlich nur in einem Buch von Pfarrer Gustav Beyer
aus Beierfeld ein genaueres Bild der Zeit vermittelt wird, habe
ich mich dazu entschieden, diese wichtige und kaum besser zu
formulierende Darstellung von dort zu übernehmen.
In den
Anfängen meiner privaten Nachforschungen zu diesem Thema bekam ich
oft ungenaue oder falsche Auskünfte und so entschloss ich mich
dazu diese Infobroschüre zu schreiben.
Man weiß
zwar vielleicht noch, dass in Beierfeld Sturmlaternen gebaut
wurden, aber nicht mehr, von wem oder wo das genau war. Dass heute
kaum noch jemand darüber detailliertes Wissen besitzt, ist wohl
weniger Desinteresse, sondern eher ein Erbe der DDR-Zeit. In
diesen Jahren wurde die Geschichte gezielt ausgeblendet oder in
falschen Zusammenhang gebracht. Seit einigen Jahren liegen mir die
zwei großen Firmen „Friedrich Emil Krausswerke“ und „Hermann
Nier Feuerhandwerke“ sehr am Herzen, da diese meine Region
bleibend geprägt haben und nicht mehr weg zu denken sind.
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